Die Entstehung der Haare

Ursprünglich war die Körperbehaarung der Schutz vor Wärme und Kälte.

Im laufe der Zeit wurde jedoch durch die Kleidung des Menschen das Haar zurückgebildet und es blieben sichtbar Kopf, Bart, Scham sowie der Haarflaum der Haut übrig.

Die menschlichen Haare entwickeln sich aus der Epidermis, sind aber tief in der Dermis verankert.

Diese Verankerung nennt man Haarwurzel, die man als eine schlauchartige Einstülpung der Epidermis in die Dermis auffassen kann, wobei die Hornhaut aber nur etwa bis zum Ausführgang der Talgdrüse reicht.

Im unteren Bereich der Haarwurzel (Haarzwiebel) stülpt sich die Dermis als Haarpapille in das Keratinocytengewebe. Aus diesem Grunde können im Bereich der Haarzwiebel die Keratinocyten von innen und von außen über Blutkapilaren mit Nährstoffen versorgt werden.

Im übrigen Bereich der Haarwurzel ist dies nur von außen möglich. Die Keratiocyten befinden sich im Zustand lebhafter Zellteilung. Durch die ständige Zellteilung im Bereich der Haarzwiebel wird das wachsende Haar nach außen geschoben.

Die so genannte Wachstumsphase des Haares umfasst ca. 5 bis 7 Jahre und führt zu einem Haarwachstum von 0,2 bis 0,5 mm täglich, also ca. 15 cm im Jahr. Während dieser Zeit ist das Haar in der Kopfhaut fest verankert und kann nur durch starkes ziehen unter Schmerzempfinden ausgerissen werden.

Die Wachstumsgeschwindigkeit wird von inneren und von äußeren Faktoren beeinflusst, die in der letzten Zeit Gegenstand umfangreicher wissenschaftlicher Forschungen sind.

Insgesamt sind 100.000 bis 150 000 Kopfhaare durchschnittlich bei jedem Menschen auf der Kopfhaut vorhanden.

Täglich fallen zwischen 80 und 120 Haare aus und werden ersetzt.

Nachdem die Haare nun 5 bis 7 Jahre in der Haut verankert waren beginnt nun die Endphase.

Diese Endphasen auch Ruhephase genannt (Telogenphase) erstreckt sich ca. auf eine Zeit von 3 - 4 Monate. Das Haar verdickt sich in dieser Zeit im unteren Bereich und wird Kolbenhaar genannt. Gleichzeitig bildet sich eine neue Haarzwiebel (Anagenhaar).Von dem neu nachwachsenden Haar (Anagenhaar) wird nun dieses Kolbenhaar aus dem Haarschaft gedrückt.

Kurzfristig vermehrter Haarausfall nennt man Alopezie, Effluvium und ist kein Anlass zur Sorge. Dies ist Gen bedingt und wie in der Tierwelt mit Haarwechsel Sommer und Winter vergleichbar. In diesen Phasen - z. B. Frühjahr und Herbst - ist bei vielen Menschen vorübergehend mehr Haarausfall zu verzeichnen. Auch bei der Haarwäsche fallen mehr Haare aus als sonst, da durch das Massieren der Kopfhaut, sich die sowieso schon verabschiedenden Haare lösen.

 

Der Friseur ist der Fachmann für Ihre Kopfhaut und Ihr Haar. Aus diesem Grund empfehlen wir: Fragen Sie Ihren Friseur, dieser hilft Ihnen gerne bei der richtigen Zusammenstellung von Pflegeprodukten weiter! - Friseurfinder

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