Den Traum vom eigenen Frisörladen finanzieren

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Viele Friseure, die auf Angestelltenbasis tätig sind, wünschen sich eine berufliche Veränderung. Sie wünschen sich ein besseres Gehalt, ein angenehmeres Arbeitsumfeld, ein kollegialeres Klima und die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen und Kreationen umsetzen zu können. Als Angestellte sind viele kreative Köpfe in ihrer Entwicklungsfreiheit eingeschränkt. Möglicherweise, weil die Ideen nicht zum Konzept des Frisörladens passen, für den sie tätig sind. Schnell kommt da der Traum des eigenen Frisörladens auf. Doch so verlockend die Idee der Selbstständigkeit auch ist, so anspruchsvoll ist die Umsetzung. Gerade in den ersten Jahren mit einem eigenen Frisörladen sind starke Nerven und Durchhaltevermögen gefragt. Als Friseur-Meister verlassen sie das Geschäft nicht pünktlich zum Feierabend. Sie sind noch einige Zeit mit Reinigungsarbeiten, Abrechnungen und sonstigen Tätigkeiten beschäftigt, die sie als Angestellte nicht haben. Doch was genau ist eigentlich wichtig, wenn der Traum vom eigenen Frisörladen kein Traum mehr bleiben soll?

Sowohl online wie auch offline Recherche betreiben

Nicht nur zu Beginn der Überlegung, sich als Meister seinen eigenen Frisörladen aufzubauen, häufen sich die Fragen rund um Themen wie Kalkulation, Marketing-Strategie, Konzept, Finanzierungen und mehr. Bereits als Meister tätige Kollegen, Freunde oder Bekannte sind schon mal eine gute Anlaufstelle, um sich Informationen rund um das Friseurgewerbe zu holen. Doch auch das Internet hält eine ganze Menge Inhalt bereit, der sich um dieses Thema dreht. Wer sich also als Meister unabhängig machen möchte, sollte ein paar Stunden der Recherche hierfür einplanen und seine gewonnenen Informationen sorgfältig notieren oder ausdrucken.

So kann er in Erfahrung bringen, was er eigentlich alles braucht, um seinen eigenen Laden eröffnen zu können. Auf welche Kosten sollte er dabei unbedingt vorbereitet sein und wie kann er seinen Frisörsalon finanzieren? Auch Tipps und Tricks zur erfolgreichen Gewinnung von Kundschaft, sowohl Lauf- wie auch Bestandskunden, lassen sich so bestens zusammentragen. Und da eine Selbstständigkeit nicht immer nur mit Erfolg gekrönt ist, sondern durchaus auch Tücken und Risiken mit sich bringt, sollte auch diese Tatsache unbedingt Teil der Recherche sein.

So gelingt die Kreditvergabe an Selbstständige

Kein Kredit ohne Angabe von Sicherheiten

Banken vergeben Kredite an Selbstständige entweder nur sehr ungern oder von vornherein gar nicht. Die Vergabe von Krediten ist an verschiedene Kriterien gebunden, die ein Selbstständiger nicht erfüllen kann. Das frustriert viele Selbstständige zu Recht, denn oftmals lassen sich Investitionen so nicht ermöglichen. Vor allem Neu-Selbstständige haben ein großes Problem, wenn sie kein angespartes Eigenkapital vorweisen können. Ein Meister, der sich mit seinem eigenen Frisörladen selbstständig machen möchte, braucht unter Umständen ein Startkapital von mehreren zehntausend Euro.

In der Regel vergeben Banken ihre Kredite nur dann, wenn ein monatlich sicheres Gehalt nachgewiesen werden kann. Das belegen Kunden mit ihren Kontoauszügen der letzten 3 Monate. Ein geregeltes Gehalt haben aber nur fest angestellte oder beamtete Personen. Jemand, der auf selbstständiger Basis arbeitet, kann zwar ein viel höheres Einkommen haben als Angestellte oder Beamte, dafür ist der monatliche Eingang nicht sicher. Jeder Monat kann je nach Auftragslage ganz anders ausfallen. Um doch einen Kredit einer Bank zu erhalten, ist der Selbstständige gezwungen, andere Sicherheiten zu bieten. Dazu gehören beispielsweise Sparguthaben, Wertpapiere, Immobilien oder Lebensversicherungen.

Diese Möglichkeit besteht für Selbstständige

Diese Sachlage rund um die Kreditvergabe für Selbstständige ist insbesondere für Neustarter ziemlich deprimierend. Selbst Kollegen, die schon viele Jahre im Geschäft sind, haben häufig Probleme damit, Investitionen über Kredite zu tätigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie bei ihrer Hausbank anfragen, bei der sie schon Jahrzehnte lang treue Kunden sind, oder ob sie es bei Fremdbanken versuchen. Gerade deswegen sollten sie verschiedene Angebote online miteinander vergleichen. Der Online-Kredit ist eine gute Lösung für diese Problematik.

Alles zum Online-Kredit, Direktbank und günstigeren Zinsen

Bei einem Online-Kredit handelt es sich eigentlich um einen Ratenkredit wie man ihn von der Hausbank kennt. Nur dass dieser nicht über einen Mitarbeiter in der Bankfiliale abgewickelt wird, sondern ganz unkompliziert online beantragt wird. Sämtliche Unterlagen, die dafür ausgefüllt werden müssen, stehen online bereit. Der Weg zur Bank, Beratungsgespräche und sonstiger Aufwand entfällt. Direktbanken verfügen über kein Netz an physisch vorhandenen Filialen, was dazu beiträgt, dass sie günstigere Zinssätze anbieten können. Schließlich sparen sich diese Banken hohe Kosten für Miete und Energie. Das macht sich bei den Konditionen des Online-Kredits bemerkbar. Interessenten erhalten innerhalb weniger Minuten und mit nur wenigen Klicks eine Einschätzung darüber, ob die ausgewählte Bank ihnen einen Kredit einräumen wird oder nicht. Sind die Konditionen für den Interessenten akzeptabel, kann er noch am gleichen Tag seine Kreditsumme ausgezahlt bekommen.

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Das sind die Vorteile eines Online-Kredits für Selbstständige

Die Suche nach einer geeigneten Bank zur Vergabe eines Kredits an Selbstständige lässt sich mit dem Zweck der Verwendung optimal einschränken. Die Übersicht der Angebote wird darauf abgestimmt, sodass es dem Kreditnehmer leichter fällt, aus den verschiedenen Konditionen eine Wahl zu treffen. Bei einem sogenannten Kreditvergleich im Internet arbeiten die Portale mit vielen unterschiedlichen Banken zusammen, sodass der Vergleich sehr detailliert ausfällt. Weit über 20 Banken können so auf einen Blick verglichen werden. Viele Banken haben sich auch auf Freiberufler und Selbstständige spezialisiert, sodass Kreditnehmer hier vom Know-How der Bank profitieren können. Das ist vor allem in schwierigen Zeiten besonders wertvoll. Die Beratung durch die kreditvergebenden Banken findet ausschließlich via E-Mail, Telefon oder Postweg statt. Das erspart dem Kreditnehmer den Weg in die Postfiliale und ermöglicht der Direktbank, günstigere Konditionen anzubieten.

Vom Angestellten zum Meisterbrief

Damit ein angestellter Friseur seinen eigenen Friseurladen eröffnen kann, benötigt er erst einmal einen Meisterbrief. Diesen zu erhalten, erfordert nicht nur Zeit sondern auch Kraft. Viele Angestellte machen ihren Meisterbrief in berufsbegleitenden Seminaren oder Ausbildungen. Das heißt, sie gehen nach ihrer Arbeitszeit noch in die Abendschule. Andere geben ihre Anstellung für den Zeitraum auf, nehmen Urlaub oder einigen sich mit ihren Chefs, damit sie sich dem Vorhaben in Vollzeit widmen können. Wer die Möglichkeit dazu hat, spart so eine Menge Zeit. Doch nicht jedem ist es möglich, sein geregeltes Einkommen als angestellter Friseur für diese Zeit aufzugeben.

Wie viel das Erlangen des Meisterbriefes kostet, hängt in der Regel vom Anbieter ab. Die Preisspanne ist dabei sehr hoch. Zwischen 3.000 und 6.000 Euro sollten dafür jedoch eingeplant werden. Auch die Dauer unterscheidet sich. In Vollzeit ist ein Meisterbrief in 2 bis 3 Monaten zu erlangen. Wird die Meisterschule neben der beruflichen Tätigkeit gemacht, kann dies bis zu 2 Jahre in Anspruch nehmen.

Die IHK (Industrie- und Handelskammer) ist mit insgesamt 79 Standorten in ganz Deutschland vertreten. Auf deren Internetseiten lassen sich unter Umständen schon einige Informationen sammeln, was das Vorhaben Meisterbrief angeht. Reichen die Informationen nicht aus, sind dort die Kontaktdaten der jeweiligen Standorte angegeben, sodass sich schnell ein Beratungstermin vereinbaren lässt. Hier werden alle Fragen fachkundig beantwortet.

Kosten berechnen – vom Startkapital bis zu laufenden Kosten

Eine der größten Hürden auf dem Weg zum eigenen Frisörladen ist sicherlich das Startkapital. Wer bislang mit seinem Angestelltengehalt nicht die Möglichkeit hatte, etwas Startkapital anzusparen, tut sich möglicherweise schwer. Wie hoch das benötigte Startkapital ausfällt, hängt in der Regel davon ab, welche Anschaffungskosten auf dem Plan stehen. Geht es darum, einen kompletten Raum farblich neu zu gestalten und mit neuen Waschtischen, Stühlen, Arbeitsgeräten und sonstigen Friseurartikeln einzurichten, kostet das sicherlich mehr, als wenn der angehende Meister einen bestehenden Frisörladen übernehmen kann.

Auch Kosten wie Handwerkskammer, Gewerbeamt, Marktanalyse, verschiedene Gespräche zur Beratung oder Fortbildungen für Gründer sollten vor der Ladeneröffnung bedacht werden. Das sind jedoch einmalig anfallende Kosten, die im unteren Hunderterbereich angesiedelt sind.

Die monatlich laufenden Kosten setzen sich aus vielen verschiedenen Posten zusammen. Diese sind vor der Eröffnung aufzustellen, damit beispielsweise Kreditgeber einen Einblick über die zu erwartenden Kosten bekommen. Auch der neue Friseurmeister bekommt so einen Überblick über die tatsächlich zu erwartenden Verpflichtungen.

Damit der neue Frisörladen für seine Kunden und Neuinteressenten erreichbar ist, bedarf es unbedingt eines zuverlässigen Internet- und Telefonanschlusses. Auch Strom, Müllabfuhr und Wasserkosten fallen jeden Monat an. Für die Nutzung der Räumlichkeiten fällt eine monatliche Miete an. Wer das Glück hat, die Räume direkt kaufen zu können, spart sich zwar die monatlichen Ausgaben für die Miete, doch das Startkapital erhöht sich um den Kaufpreis. Arbeitet der Meister-Neuling alleine oder beschäftigt er Angestellte? Jeder Angestellte erhält seinen monatlichen Lohn, der in die Kalkulation der laufenden Kosten mit einfließen muss.

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Der Traum vom perfekten Standort

Wer sich auf die Suche nach seinen Traumräumen begibt, muss viele verschiedene Dinge beachten. Ein Frisörladen benötigt ganz andere Stromleitungen und Wasseranschlüsse wie beispielsweise eine Parfümerie oder ein Kleidungsgeschäft. Das heißt, wenn kein Laden zur Verfügung steht, in dem sich bereits ein Friseur befindet, müssen Umbauarbeiten mit in die Kalkulation eingeschlossen werden. Ist es möglich, einen bereits bestehenden Friseurladen zu übernehmen und diesen umzugestalten, fallen die Kosten weitaus geringer aus als bei der Neugestaltung eines vorher branchenfremden Geschäfts.

Bei der Suche nach den neuen Räumlichkeiten ist es auch von großer Bedeutung, herauszufinden, wo sich andere Frisörläden befinden und welche Marketingstrategien diese verfolgen. Wer in einem Nobelviertel erfolgreich sein möchte, muss auch sein Konzept und sein Angebot nach den Kunden ausrichten. Auch die angesetzten Preise müssen so kalkuliert sein, dass die entsprechenden Kunden angesprochen werden. In einem Stadtteil mit einer hohen Arbeitslosigkeit werden sich Kunden keinen teuren und ausgefallenen Haarschnitt gönnen können. Anders ist das in Gebieten, in denen viele Hausbesitzer und Besserverdiener ansässig sind. Hier kann auch mit vielen verschiedenen ausgefallenen Schnitten experimentiert werden.