Aus Liebe zu Locken

Nun gibt es nicht nur die eine Lockenform und fertig! Nein, es gibt kleine oder große, voluminöse oder hängende, gekrauste oder Dreadlocks. Versuchen wir dem Phänomen auf die Spur zu kommen, denn für viele Männer ist eine Frau mit Locken die pure Verführung. Locken locken eben!

Die Klassiker

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Die Friseurdienstleistung „Dauerwelle“ hatte ihre Hochzeit in den 50er bis 70er Jahren. Wer erinnert sich nicht an die „Mutter der Nation“ Inge Meysel, oder an Sydne Rome in dem legendären Streifen „WAS“ von Roman Polanski! Die Locken waren en vogue, saßen perfekt und schmückten die Köpfe der Diven bei den Film-Festivals damals in Cannes und Venedig.
Oder erinnern Sie sich an die Löwenmähne von Farrah Fawcett-Majors und Cher? Die Fußballstars Sepp Maier und Rudi „Käthe“ Völler liebten Minipli; den Afro-look, aus der Zeit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA entsprungen. Von Marsha Hunt, Angela Davis, Jimi Hendrix und Paul Breitner bis hin zu den Mitgliedern von Barclay James Harvest und David Bowie, sie alle trugen Dauerwelle… und wer kennt nicht die Dreadlocks von Bob Marley, die auch Christina Aguilera in ihren Clips trug?
Meg Ryan, Jennifer Aniston und Kristen Stewart – Sie alle stehen auf leicht über die Schulter fallende Locken. Doch Dauerwelle ist nicht gleich Welle; Wellen sind nicht gleich Locken! Aber worin besteht der Unterschied? Und welche wäre die Richtige für Sie? Wie harmonieren Locken mit dem täglichen Outfit, eventuell einer Brille oder dem Teint?

Weiche Locken

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Eine leichte Wellenbewegung vor allem bei langem Haar lässt sich ganz schnell mit einem Glätteisen zaubern. Strähne für Strähne zuerst mit einem Lockenstyling-Produkt vorbereiten und das Hitzeschutzspray nicht vergessen (bitte das Haar für das Hitzestyling nicht zu feucht machen!). Dann jedes einzelne Passé mit dem Glätteisen kurz hinter dem Haaransatz Stück für Stück in einer 180 Grad-Bewegung bis zu den Spitzen ziehen. Schon federt und springt sie: die Locke. Das gleiche Ergebnis bringt auch der Lockenstab in schmaler oder dickerer Form, je nach persönlichem Wunsch nach kleinen oder voluminösen Locken. Zum Schluss die Haare mit den Fingern vorsichtig über Kopf auflockern und mit einem speziellen Finish-Produkt leichten Halt schenken.

So kreieren Sie Looks, wie sie die Victoria‘s Secret-Models Candice Swanepoel oder Behati Prinsloo momentan auf dem Laufsteg tragen. Gerade eben bei den Filmfestspielen in Cannes waren diese Stylings auch zu sehen bei Jessica Chastain oder Petra Nemcova. Sogar ‚Her Duchess of Cambridge Kate Middleton‘ tritt häufig mit leichten Wellen in der Öffentlichkeit auf, die über ihre königlichen Schultern fallen.

Welche Wellenfrisur zu Ihnen passt, können Sie in unserem Frisurenstyler schnell kostenlos ausprobieren.

Wer es einmal ohne Hitzezufuhr versuchen möchte, nimmt einfach große Klettwickler. Strähnen wie oben behandeln, die Wickler aufdrehen und eine Stunde auf dem Kopf belassen. Ausrollen, das Haar einmal kräftig schütteln. Ein Glanzspray sorgt zusätzlich für leichte Festigung.

Locken sind also weiter up-to-date und sterben niemals aus, ob halblanges oder langes Haar. Schnell und einfach lassen sich zu Hause die tollsten Ergebnisse erzeugen. Einfach mal ausprobieren und sich bewundern lassen! Dazu ein dem natürlichen Hautton angepasstes Make-up und ein zum persönlichen Typ passendes Outfit. „Wer Cannes, der kann!“

Wie entsteht eine Dauerwelle

Die Dauerwelle ist eine Umformung von glattem in gewelltes oder lockiges Haar. Die chemische Reaktion im Haarkeratin wird mittels Einsatz von Wicklern unterstützt. Diese sollte auf jeden Fall der Fachmann Friseur vornehmen. Von Eigenversuchen ist abzuraten. Der Nachteil ist, die Dauerwelle wächst vom Ansatz her langsam raus. Ist dies der Fall, war es eine perfekte Dauerwelle. Machen die Locken schon nach kurzer Zeit schlapp, hilft nur eine Ansatz-Dauerwelle, um das perfekte Well-Bild wieder in Stand zu bringen.

Wer eine Dauerwelle hat, kann nebenbei seinen Teint prima in Szene setzen; eine klassische dunkle Hornbrille ist ebenfalls gut möglich. Eine Dauerwelle ist vor allem geeignet für Frauen im mittel- bis langhaarigem Bereich. Die passende Haar-Farbe im blond-braunen Segment komplettiert das Ergebnis.

Die sanfte Wellen-Auffrischung

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Verschiedene Produkte wie Papilloten, Heißwickler, das Kreppeisen oder der Lockenstab sind einfache Hilfsmittel, mit denen Locken aufgefrischt werden können. Sie eignen sich aber auch für eine kurzfristige, chemiefreie Umformung als leichte Styling-Variante.

Wasserwelle

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Friseur Timo Hahne
Make up therezza Model Radka Foto Andreas Huber 

Die Wasserwelle wurde hauptsächlich in den 20er- und 30er-Jahren gepflegt. Angefeuchtete Haare wurden dabei ganz eng am Kopf mit Klammern fixiert und zu sanften Wellen geformt. Zum Schluss mit dem Fön getrocknet und mit Haarspray fixiert.

Löwenmähne

DER FRISÖR - frontlook - Energy Hairlounge KL - Kollektion Keller the school - EGO PUNK

Diese eher als Styling-Variante gestaltete Frisur ist ein Hingucker. Hier lässt sich mittellanges bis langes Haar mittels Styling-Produkten zu einer stehenden / hängenden Mähne aufpushen. Sie wird sehr gerne von exaltierten Pop-Stars für einen glamourösen Auftritt getragen. Aber welche Frau möchte nicht einmal einen ‘Cat-Walk‘ hinlegen? Frauen mit blondem Haar erzielen dabei absolut den größten Effekt, wird das Make-up dezent in einem savannen-braun gehalten. Ein schwarzes oder rotes Abendkleid mit tiefem Dekolleté sorgt für leuchtende Männeraugen.

Minpli

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Die durch einen sehr kleinen Dauerwell-Wickler entstandene Locke war in den 80er Jahren sehr beliebt und findet heute keine Berücksichtigung mehr. Sie wird eher als altmodisch eingestuft. Außer vielleicht beim Comedian Atze Schröder. Aber aufgemerkt: Erst kürzlich ließ sich Hollywood-Beau Bradley Cooper mit einem Kopf voller Minipli-Locken sehen. Aber keine Angst, es wird keine zweite Ära à la David Hasselhoff geben. Cooper benötigte dies lediglich für einen Dreh eines Agenten-Film, der in den 70er Jahren spielt.

Dreadlocks

Dreadlocks von Ananda Rieber
www.dreadart.com
Dreadlocks von Ananda Rieber
www.dreadart.com
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Sie wurden ursprünglich aus ideologisch-religiosen getragen, fanden aber ihren Weg über die Sub- und Pop-Kultur in die Gesellschaft. Dreadlocks entstehen durch langsame Verfilzung der Haare, wenn das Haar nicht geschnitten und gekämmt wird. Dieser sehr langsame Vorgang lässt sich durch künstliche Unterstützung schneller vorantreiben. Die bekanntesten Vertreter waren die beiden jamaikanischen Sänger Bob Marley und Peter Tosh. Die Frisur der Rastafari-Bewegung fand rasch viele Anhänger. Noch heute tragen sie Jugendliche aus der Anti-Globalisierungs-Szene, Umweltaktivisten und Fans der aktiven Goa-Szene als sichtbares Ausdrucksmittel.

Egal zu welcher Umformung Sie sich entscheiden: Hauptsache, sie fallen auf … die Locken!

Von Klaus P. Gasch

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