Ohne sie wäre das Handwerk schwächer: Friseure und Kosmetiker mit Schlüsselrolle

Das Handwerk hat viele Gesichter – zwei besonders prägende sind weiblich, nah am Menschen und wirtschaftlich stark: Friseur- und Kosmetikbetriebe sichern nicht nur Schönheit und Wohlbefinden im Alltag, sondern stellen einen beachtlichen Anteil aller Handwerksbetriebe in Deutschland.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat mit seiner aktuellen Betriebsstatistik erneut die Struktur und Stärke des Handwerks belegt. Besonders deutlich wird dabei: Das Handwerk ist weiblich – und es sorgt für das Aussehen und das Wohlergehen seiner Kundinnen und Kunden.

Mit 80.118 Betrieben stellt das Friseurhandwerk die mit Abstand größte Berufsgruppe unter den meisterpflichtigen Gewerken. Gleichzeitig ist es ein besonders stark von Frauen geprägter Bereich: 66,6 Prozent der Einzelunternehmen werden von Frauen geführt. „Friseur- und Kosmetikbetriebe sind ein starkes Stück Handwerk: weiblich geprägt, wirtschaftlich bedeutend und nah an den Menschen. Diese Branchen schaffen Vertrauen, Lebensqualität und Arbeitsplätze. Deshalb verdienen ihre Anliegen auf politischer Ebene Gehör und echte Wertschätzung", betont Christian Kaiser, Landesinnungsmeister des Friseur- und Kosmetikerhandwerks Bayern. Auch im zulassungsfreien Handwerk zeigen sich klare Strukturen: Die Kosmetikbetriebe bilden mit 81.021 Unternehmen die zweitgrößte Gruppe – nur knapp hinter den Gebäudereinigern. Die Branche ist dabei in besonderem Maße weiblich geprägt: 91,8 Prozent der Einzelunternehmen befinden sich in weiblicher Hand.
Diese Zahlen unterstreichen die herausragende Bedeutung der Friseur- und Kosmetikbetriebe für das gesamte Handwerk. Gemeinsam stellen beide Gewerke 15,5 Prozent aller Handwerksbetriebe in Deutschland. Sie tragen damit wesentlich zur wirtschaftlichen Stabilität, zur Beschäftigung sowie zur Attraktivität und Vielfalt des Handwerks bei.

Friseure und Kosmetiker leisten weit mehr als Dienstleistungen rund um Schönheit und Pflege. Sie stehen für persönliche Nähe, Vertrauen und Lebensqualität im Alltag der Menschen. Ohne sie wäre nicht nur das äußere Erscheinungsbild vieler Menschen ein anderes – auch das Handwerk insgesamt wäre deutlich schwächer.

Angesichts ihres erheblichen Anteils und ihrer gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Bedeutung erwarten die Betriebe beider Branchen, dass ihre Anliegen und Forderungen auf politischer Ebene entsprechend berücksichtigt werden. Eine starke Stimme für diese Gewerke ist zugleich ein Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit des gesamten Handwerks.