Eugene Souleiman kreiert neue Haar-Trends bei der London Fashion Week

Eugene Souleiman lässt sich für die Preen by Thornton Bregazzi F/S-Kollektion 2018 von
Pilgern viktorianischer Zeiten inspirieren.

Der Hintergrund:
Die Frauenbefreiung stand bei der Preen by Thornton Bregazzi F/S-Kollektion 2018 im Vordergrund. Die Models präsentierten Kreationen aus weißen, hauchdünnen Materialien, abgerundet mit Hauben, die an Charaktere in Werken der Literatur, wie 'Der scharlachrote Buchstabe' und 'Die Geschichte der Dienerin' erinnerten und so eine nachdrücklich feministische Kollektion entstehen ließen.

Die Show wurde diese Saison von den Pilgern viktorianischer Zeiten inspiriert, mit Materialien wie fließendem Chiffon, bestickt mit Blumenmustern. Als Kontrast zu den femininen, leichten Materialien kreierte Eugene Souleiman einen schwereren und unberührteren Hairstyle, der dem Look einen rauheren Charakter verlieh. „Ich arbeite seit 5 Jahren mit Preen und bin von den Konzepten immer fasziniert - das Ergebnis ist immer ungewöhnlich und doch  wunderschön."

Als Kontrast zu den femininen, leichten Materialien kreierte Eugene Souleiman einen schwereren und unberührteren Hairstyle, der dem Look einen rauheren Charakter verlieh.

„Ich arbeite seit 5 Jahren mit Preen und bin von den Konzepten immer fasziniert - das Ergebnis ist immer ungewöhnlich und doch wunderschön."

„Das Haar sollte aussehen, als ob sie gerade mit einem Schiff in einem neuen Land angekommmen seien, das Haar seit Wochen nicht gewaschen und der Witterung ausgesetzt. Die Haube ist verloren gegangen oder wurde abgelegt, das Haar war Sonne, Regen, Schnee ausgesetzt. Es ist zerzaust und ungepflegt, doch es zeigt immer noch den Abdruck der Haube, um die Strenge zu reflektieren, von der diese Ära definiert wurde."

Die Technik:
Zunächst wurde die untere Partie des Haars nach hinten geflochten, um dem Look Struktur zu verleihen. An diesem später unsichtbaren Zopf sollten später auch die Haarschmuckelemente befestigt werden. Dann wurde ein Seitenscheitel gezogen, auf den Eugene großzügig EIMI Sugar Lift aufsprühte, um den Scheitel zu fixieren, für Textur zu sorgen und die Haarsträhnen zu separieren.

Er erklärte: „Mit den Fingern zu arbeiten sorgt für eine natürlichere, zerzaustere Textur, das ist ein skulpturaler Prozess. Man spielt mit den Haarpartien, um die Form zu unterbrechen, und legt dann willkürlich längere Strähnen um den Kopf. Das Ergebnis ist frisch, modern, unvollkommen - und das Haar jedes Models sieht anders aus."

Zum Ausgleich wurde das Haar am Hinterkopf, auf der Seite des Scheitels, in einen leicht seitlich platzierten Pferdeschwanz gebunden. Die untere Hälfte des Zopfs wurde dann gelöst, um dem Pferdeschwanz nochmehr Textur zu geben.

„Ich liebe es, so visuell zu arbeiten. Wir behandeln Haar ganz anders, fast so, als ob wir mit einem anderen Material wie Stickgarn arbeiten würden."

Die Produkte wurden großzügig eingesetzt! Als Finish wurde EIMI Dry Me von der Vorderpartie ausgehend über den gesamten Kopf gesprüht. Das Haar erweckte den Eindruck, ein starker Windstoß habe es nach hinten geweht, und es wurde an die Stirn geklebt. Für diesen Effekt wurde EIMI Dynamic Fix beim Auftragen schräg gehalten, sodass nur ein feiner Nebel auf die Haaroberfläche fallen konnte und für weichere Konturen sorgte. Weiter hinten am Kopf wurde das Spray direkter aufgetragen.

Nachdem das Haar durchgehend befeuchtet worden war, wurde es durch ein Netz getrocknet. Das Netz wurde dabei eng über den Kopf gezogen, um die Form der Haube nachzuempfinden, die einst dort getragen wurde. Zum Abschluss wurde noch lose Strähnen verankert. Längere Strähnen wurde nach hinten gezogen und im Pferdeschwanz festgesteckt. Einige Strähnen wurden flach über die Ohren gezogen, andere über den Oberkopf. Schließlich wurde das Haar nochmals durch das Netz getrocknet.

Um den Look abzurunden, wurden zwei Federn in dem unsichtbaren Zopf am Hinterkopf befestigt. Die Federn wurden ein wenig zerzaust, um die unvollkommene Textur des Haares widerzuspiegeln.