Tipps vom Fachmann: Fettiges Haar

Fettiges Haar ist ein echtes Übel: Schon kurz nach dem Haarewaschen klebt alles wieder am Kopf! Gründe dafür gibt es viele. Aber jeder Tag ein „Bad Hair Day“ – das muss nicht sein! Hier verraten wir Ihnen, wie Sie auch fettiges Haar in eine lockere Mähne verwandeln können.

Wer unter fettigem Haar leidet, wäscht seine Haare oft jeden Tag. Das ist verständlich, aber dummerweise der falsche Weg. Die tägliche Haarwäsche bringt die Talgdrüsen in der Kopfhaut leider erst so richtig in Schwung, denn die werden dadurch auf verstärkte Produktion getrimmt. Weniger wäre mehr – wenn man es durchhält und seine fettigen Haare einer radikalen „Diät“ unterzieht.

Das heißt zunächst: Finger weg von zu vielen Süßigkeiten, fetten Speisen, Softdrinks, Alkohol & Co. Stattdessen vermehrt basische Lebensmittel auf die Einkaufsliste setzen, viel Obst und Gemüse essen und viel trinken! Klingt irgendwie vertraut? Ein kleiner Trost – auch die Figur freut sich über ein wenig Fettentzug. Einige Gewürze, wie z.B. Zimt, Cayennepfeffer, Rosmarin, Koriander und Kreuzkümmel tragen übrigens dazu bei, Stoffwechsel und Fettverbrennung zu unterstützen und so das „Fettprogramm“ im Markhirn zu unterbrechen. Da wird Ihr fettiges Haar sich wundern!

Haarwäsche und Haarpflege bei fettigem Haar

Lassen Sie sich vom Friseur Ihres Vertrauens beraten, welche Produkte für fettiges Haar für Sie die richtigen sind. Er wird Ihnen sicher auch empfehlen, von silikonhaltigen Produkten, Haarwachs, Ölen und Haargel die Finger zu lassen. Besser sind Produkte, die für Volumen sorgen, wie z.B. Stylingmousse, Volumenschaum, oder z.B. das Wella EIMI Sugar Lift Volumen Spray das für eine wunderbare duftige Textur und Fülle sorgt.

Ganz wichtig: das Wasser beim Haarewaschen sollte lauwarm sein und die Kopfhaut nur sanft massiert werden. Sonst fühlen sich die Talgdrüsen in der Kopfhaut erneut zu verstärkter Produktion angeregt! Das gilt auch für das Trocknen im Anschluss an die Haarwäsche: besser sanft gedrückt als wild gerubbelt! Kurzes Haar kann übrigens auf eine Spülung gut verzichten – die Produkte für das anschließende Haarstyling enthalten meist genug pflegende Wirkstoffe. Föhnen oder Glätten sollten übrigens nur bei mittleren Temperaturen erfolgen, auf keinen Fall zu heiß.

Entwöhnungskur für fettiges Haar

Es ist wie bei einer Diät: Hat man es geschafft, ein paar Tage auf Schokolade zu verzichten, ist der Heißhunger darauf fast wie weggeblasen! Ganz ähnlich ist es mit dem Haarewaschen – es geht ums Durchhalten, um den Teufelskreis zwischen häufiger Haarwäsche und verstärkter Talgproduktion zu durchbrechen. Das heißt, tägliche Haarwäsche adé! Ab heute wird das Haar entwöhnt, und zwar am besten so:

  1. Greifen Sie am zweiten Tag nach der letzten Haarwäsche zu Trockenshampoo und sprühen Sie es großzügig nahe an den Haaransatz. Einwirken lassen, gut ausbürsten – schon sieht das Ganze besser aus! Wie Löschpapier saugt das Trockenspray den Talg auf und hinterlässt einen luftigen, leicht mattierten Ansatz. Wer den nicht mag, kann mit Glanzhaarspray Abhilfe schaffen.
  2. Am dritten Tag wird es schwierig: Das fettige Haar und die schweren Strähnen sind ist kaum noch zu verbergen. Hier hilft nur die Flucht nach vorne – zum Beispiel mit zurück gegeltem Haar und einem Bun oder Pferdeschwanz. Bei kurzem Haar am besten zu einem schicken Haarband oder Tuch greifen, und dem strähnigen Pony mit einer großen Portion Trockenshampoo zu Leibe rücken.
  3. Das Schlimmste ist geschafft – am vierten Tag erfolgt morgens eine Spülung mit Apfel- oder Weinessig, die den PH-Wert des Haars wieder ins Lot bringt. Einfach morgens unter der Dusche großzügig auf Haar und Kopfhaut verteilen, sanft einmassieren und eine Weile einwirken. Shampoo ist erst an Tag fünf erlaubt!

Wer dieses Entwöhungsprogramm für fettiges Haar in regelmäßigen Abständen wiederholt, kann sich bald über deutlich duftigeres, weniger strähniges Haar freuen!