Interview des Monats - Manfred Hohmann
Herr Hohmann, Sie sind sehr bekannt in der Branche und Friseur.com interessiert Ihre Meinung zu folgenden Fragen. Wie sehen Sie den Friseurmarkt der Gegenwart, wer wird aus Ihrer Sicht in Zukunft noch steigende Umsätze generieren?
Ich bin fest davon überzeugt, dass die totgesagte Mitte nach wie vor das Verbraucherverhalten versorgen wird. Das Verbraucherverhalten hat sich aber so geändert, dass die Mitte bestehen bleibt, aber die Mittelmäßigkeit keinen Platz mehr hat. Ich bin auch davon überzeugt, dass die Gesamtbranche ein Problem hat. Es gibt zu viele schlechte Friseure. ERGO es wird nur noch der Mehrumsätze generieren, wer das Vertrauen und die Nachhaltigkeit und Qualität der Leistung immer wieder bestätigt. Neue Medien, wie Internet wird neue Kunden generieren, Lust machen zum Friseur zu gehen, Farbanteile anteasern und diese auch steigern.
Wird es in Zukunft immer wichtiger einen starken Wirtschaftspartner an der Seite zu haben oder ist es besser unabhängig zu bleiben?
Mittlerweile halte ich gar nichts mehr von Bauchladen-Geschäften der Zulieferindustrie. Interessant ist es, wie Nischenfirmen, wie C:ehko, Paul Mitchell, Glynt, Thema AG den Markt ganz schön durcheinander wirbeln, da kommt auch dazu, dass es ihnen momentan sehr leicht gemacht wird.
Sie haben die Quintessenz Karriereschule gegründet und betreiben diese. Welche Ziele verfolgen Sie hiermit und sind diese Veranstaltungen für jeden Friseur buchbar?
Unsere Karriereschule ist fast ausschließlich rein Unternehmer orientiert, nicht so sehr haartechnisch, das überlassen wir Trio; Keller, Amann, Meininghaus oder Harder. Wir werden aber bald ein neues Programm präsentieren. Auf unserem Herbstkongress am 9. + 10. Okt. 2010 in Fulda wird das NEUE hoffentlich viel Resonanz finden. Buchen kann man es ausschließlich über das Internet.
Jedes Jahr laden Sie zum Sommer- oder Winterkongress nach Fulda ein. Worin liegt hier der Nutzen der Besucher?
Seit diesem Jahr haben wir uns überzeugen lassen, dass es besser ist einen Frühlingskongress und Herbstkongress anzubieten. Der Nutzen für jeden Besucher besteht darin, dass er neben den Vorträgen viel Diskussion hat und eine kleine Messe zum Informationsaustausch nutzen kann. Das Ganze beginnt immer samstagabends gegen 19:00 Uhr und dauert bis 24:00 Uhr, am Sonntagmorgen beginnen wir dann um 9:30 Uhr und enden gegen 17:00 Uhr. Der Titel am 9. + 10. Okt. 2010 heißt: „ Die Geschichte der Zukunft" wir haben diesmal erstklassige Referenten und hoffen wieder auf ein volles Haus.
Wie wählen Sie bei diesen Kongressen die Referenten aus?
Wissen Sie, die Zeit ist so schnell, dass man aufpassen muss, immer das Richtige auszuwählen. Da ich ja noch jeden Tag selbst am Stuhl stehe, weiß ich wo der Schuh drückt. Das Wichtige ist die Zukunft. Mit Vergangenheitsbewältigungen geben wir uns nicht mehr ab, obwohl sie manchmal ein ganz guter Parameter sind. Die Referenten werden nach Aktualität und natürlich nach Brisanz des Vortrages ausgewählt, denn Ja-Sager hat die Branche genug, wir legen auch mal den Finger auf die richtige Stelle.
Wie wichtig ist es für Sie, sich in den New Mediabereichen auszukennen?
Als ich mich vor 20 Jahren das erste Mal mit dem Thema Internet auseinandersetzte, waren Laptops kaum zu tragen. Diese Entwicklung muss man ständig mitmachen, aber auch für die Branche vormachen. New Media ist ein täglicher Bestandteil meines Lebens.
Welche Internetaktivitäten und Marketingmaßnahmen nutzen Sie für Ihre Salons? Ist bei Ihnen auch schon das iPad eingezogen und begeistert Ihre Kunden?
Wir haben seit Jahren ein Beratungsprogramm für Frisuren, seit 15.6.10 haben wir in allen Salons iPads. Wir sind der Held bei den Kunden, wir machen Farbberatungen damit und Celebrities Visualisierung, denn diese Stars haben eine unglaubliche Meinungsbildung auf Kunden. Wir werden fast täglich verrückt mit dem Ding, weil wir so viele Ideen haben, können sie aber noch nicht alle realisieren. Aber gut Ding braucht Weile, wir sind ganz vorne dran und bemühen uns.
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